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Sicherheitsrat macht Druck für UN-Truppe an Sudans Grenzen

Derstandard.at, 17 Janvier 2007


Khartum verweigert nach wie vor Zustimmung zu Einsatz von Blauhelmen
New York - Der Weltsicherheitsrat macht bei der geplanten Friedenstruppe entlang der Grenzen zum Sudan Druck. Das höchste UNO-Gremium forderte Generalsekretär Ban Ki Moon auf, bis Mitte Februar sein endgültiges Konzept für die internationale Mission vorzulegen. Schon an diesem Wochenende solle eine Vorbereitungsgruppe in den Tschad und die Zentralafrikanische Republik entsandt werden, teilte ein UNO-Sprecher am Mittwoch in New York mit.

Lage verschärft

Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und Rebellengruppen in den beiden Ländern hätten das Grenzgebiet höchst unsicher gemacht, hieß es. Zudem werde die Lage durch die Gewalt in der angrenzenden sudanesischen Krisenregion Darfur verschärft. Der Tschad und die Zentralafrikanische Republik haben grundsätzlich ihr Einverständnis für die Stationierung einer UNO-Truppe im Grenzgebiet signalisiert, der Sudan verweigert nach wie vor seine Zustimmung zu einem Einsatz von Blauhelmsoldaten.

Unterdessen warnten zahlreiche UNO- und Hilfsorganisationen in einem gemeinsamen Appell vor einer weiteren Zuspitzung der Lage in Darfur. Allein in den vergangenen sechs Monaten seien mehr als 250.000 Menschen zur Flucht gezwungen worden, der Zugang für die Hilfsorganisationen sei zunehmend gefährdet, hieß es in dem Aufruf. "Wenn die Situation anhält, werden der humanitäre Einsatz und die Versorgung der Bevölkerung ... unwiederbringlich aufs Spiel gesetzt." Im vergangenen halben Jahr seien bereits zwölf Einsatzkräfte ums Leben gekommen - mehr als in den beiden vorhergehenden Jahren zusammen.