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UN-Sonderbeauftragter warnt vor endlosem Albtraum in Darfur

Derstandart.com , 11 Janvier 2007

Skepsis über Einhaltung einer Feuerpause

Der UNO-Sonderbeauftragte für Darfur, Jan Eliasson, hat vor einem endlosen "Albtraum" in der sudanesischen Krisenregion gewarnt. "Wir müssen alles tun, um einen politischen Prozess in Gang zu setzen. Wenn uns das nicht gelingt, laufen wir Gefahr, dass sich der Albtraum in Darfur Jahr um Jahr fortsetzt", sagte Eliasson am Donnerstag vor der Presse in der sudanesischen Hauptstadt Khartum.

Eliasson äußerte sich skeptisch zu Berichten, denen zufolge sich Vertreter der sudanesischen Regierung und der Rebellen über eine 60-tägige Feuerpause geeinigt hätten. Er sei nicht sicher, inwieweit sich die verschiedenen Gruppen daran halten würden. Eliasson hält sich seit Mitte der Woche im Sudan auf und wollte auch mit Präsident Omar Hassan al-Bashir zusammentreffen. An diesem Freitag will er in Norden Darfurs weiterreisen.

In Darfur kämpfen von der islamischen Regierung unterstützte Reitermilizen seit drei Jahren gegen schwarzafrikanische Rebellengruppen. Bisher sind mehr als 200.000 Menschen ums Leben gekommen, mindestens zwei Millionen wurden vertrieben.